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Boule

Am 17. Juli wurde die Boule-Bahn auf dem TV-Gelände eröffnet.

Der Turnverein Floß und der Markt Floß haben eine weitere Sportart anzubieten. Am Freitag wurde die erste Boule-Bahn im Landkreis eröffnet. Bürgermeister Günter Stich und Marktrat Anton Eismann zählten neben vielen weiteren Gästen zu den ersten Spielern.

Bei der Eröffnung dankte der TV-Vorsitzende Jürgen Schnappauf den Initiatoren und Helfern, die das Projekt vorantrieben und realisierten. Besonders Dankte er Thomas Sommer für die Sandlieferung, Harald Gollwitzer für die Unterstützung mit Maschinen, Horst Frank, von der Fa. Baumann für Granitfindlinge und Hans-Helmut Schuller für das Setzen der Umrandung.
Ganz besonders dankte er den Technischen Leiter Hans Eismann, den zweiten Vorsitzenden Hermann Prölß und den Jugendleiter Hans Landgraf. Durch ihr Engagement und den vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden ist ein weiteres sportliches Schmuckstück auf dem TV Gelände entstanden.

„Der TV möchte nicht unter sich bleiben, sondern den Sport allen Bürgern anbieten“. Mit diesen Worten stellte der TV Vorsitzende auch klar, dass jeder berechtigt ist auf der neuen Boule-Bahn zu spielen. Sie ist nicht abgesperrt sondern offen für alle. Die beiden Kindergärten werden gesondert eingeladen und die Bahn zur Verfügung gestellt.

In einem Grußwort des Bürgermeisters Günter Stich wurde gerade dafür besonders Gedankt. „Der Markt ist um eine Attraktion reicher“ so Herr Stich.

Anschließend wurden die ersten Spiele bei einem Glas Rotwein ausgefochten. Das Bürgermeisterteam musste sich den erfahrenen „Boulern“ Rudi Konz und Harald Kitta knapp geschlagen geben. Bis in die Dämmerung wurde die neue Bahn genutzt.

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Was ist Boule?



Boule (frz. für Kugel) oder Boccia wird in Deutschland umgangssprachlich für den Kugelsport gebraucht. Beide Begriffe werden auch für die Freizeitvariante von Boccia oder Petanque benutzt.

Boule ist eine Sportart, die bereits die alten Griechen gespielt haben. Geschichtlich geht Boule bis in das Jahr 460 vor Christus zurück. Dort empfahlen es damalige Ärzte ihren Patienten, da es an der frischen Lüft mit wenig Körpereinsatz gespielt werden kann. Das Wort Boule steht im französischen für Kugel.

Das Spielfeld

Um Boule spielen zu können, brauchen Sie am besten eine freie Fläche, auf der kein Baum oder Pflanzenbewuchs vorhanden ist. Um eine bessere Spielplatzübersicht zu haben, sollte das Feld markiert beziehungsweise abgetrennt werden. Im Wettkampf ist eine Länge von zirka sechs bis zwölf Metern und eine Breite von rund zwei bis vier Meter vorgesehen.

Die Spielkombinationen

Gespielt werden kann sowohl in der Kombination eins gegen eins, zwei gegen zwei oder drei gegen drei. Theoretisch kann man diese Kombination auch mischen, so dass beispielsweise zwei gegen drei spielen, diese Kombination ist in Wettkampfsituationen allerdings nicht vorgesehen.

Spielt man die Kombination eins gegen eins, dem sogenannten tête-à-tête beziehungsweise zwei gegen zwei, dem so genannten Doublette, so bekommt jeder Spieler 3 Kugeln, nur beim Triplette, drei gegen drei, bekommt jeder Teilnehmer zwei Kugeln.

Der Spielablauf

Nachdem sich die Teams geeinigt haben, wer das Spiel beginnt, wird zu allererst die kleine Zielkugel, das sogenannte Cochonnet oder Schweinchen geworfen. Anschließend wird ein Kreis gezogen, um den Abwurfpunkt festzuhalten. Von diesem Kreis müssen nun alle Spieler ihre Kugeln werfen.

Derjenige der die Zielkugel geschmissen hat, kann nun entweder selbst eine seiner Kugel werfen, beziehungsweise sich einem aus seinem Team aussuchen, der dies tut. Am besten geeignet sind dort die Leger, man nennt diese auch pointeur. Ziel des Legers ist es nun, so nah wie möglich an die Zielkugel zu werfen. Dabei gibt es verschiedene Ansätze: Viele Boule Spieler versuchen, ihre Boule-Kugel hinter das Ziel zu legen, um darauf vorbereitet zu sein, dass das Schweinchen eventuell nach hinten getrieben werden könnte. Oder es wird die Strategie verfolgt, die Kugel genau vor dem Ziel zu platzieren. Ist dies gut ausgeführt worden, schlägt die Stunde des Schießers dem sogenannten Tireuer. Dieser versucht nun, die Kugel des Gegners wegzuschießen. Gelingt es im und bleibt seine Kugel auch noch näher am Ziel liegen, so ist die Gegnermannschaft wieder am Zug. Bekommt er sie weggeschossen, aber seine Kugel ist nicht näher, so darf das Team weiterspielen, welches nun am entferntesten vom Schweinchen liegt. Trifft der Tireuer die Gegnerkugel nicht, so darf die Mannschaft des Schießers das Spiel fortsetzen, so lange bis sie keine Kugeln mehr haben beziehungsweise dem Ziel noch näher gekommen sind. Sind alle Kugeln geschmissen, so wird geschaut, wer und vor allem wie viele Kugeln einer Mannschaft am nächsten liegen. Jede Kugel zählt einen Punkt. Nach der Auszählung darf das Team fortsetzen, welches die letzte Aufnahme gewonnen hat.